Diese Steigerung ist uns allen geläufig: schnell, schneller, am schnellsten. Auf die Standards der mobilen Datenübertragung im Internet angewendet, müsste die Steigerung sich so lesen: UTMS, HSPA, HSPA+. Es ist noch nicht einmal ein Jahrzehnt her, doch technisch gesehen sprechen wir fast schon von der Steinzeit: Als im Jahr 2001 in Österreich die Lizenzen für das UMTS-Netz vergeben wurden, begann eine neue Ära der mobilen Datenübertragung. Das Netz wurde mit ungeheurem Kostenaufwand aufgebaut und die erste Generation von Nutzern musste für die neu gewonnene Mobilität kräftig zahlen. Heute ist das Surfen mit mobilen Endgeräten, seien es nun Handys oder Notebooks, längst fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Vor allem Menschen, die beruflich viel unterwegs sind, profitieren von den neuen Möglichkeiten, auf Reisen mit ihrem Büro, mit Kunden und Lieferanten kommunizieren zu können. Die Aufgabenstellung für die Entwickler hat sich seitdem verändert. Nun soll die Datenübertragung immer schneller und auch immer sicherer erfolgen. Der erste Schritt dahin war die Entwicklung des HSPA-Standards - abgekürzt für High Speed Packet Access. Dieser Standard wird sozusagen im Doppelpack geliefert - HSDPA steht für High Speed Downlink Packet Access und ist für alle Aktionen zuständig, die landläufig mit dem Begriff des Empfangens von Daten zu tun haben. HSUPA dagegen (steht für High Speed Uplink Packet Access) ist für das Versenden von Daten entwickelt worden. Letzteres wird - zumindest bislang - noch nicht so intensiv genutzt wie HSDPA. Beide Optionen werden deshalb getrennt weiterentwickelt. Mit HSPA werden insgesamt dieselben Geschwindigkeiten wie mit einem DSL-Anschluss erreicht - also gut sieben MBit pro Sekunde im Downlink und knapp 1,5 MBit pro Sekunde im Uplink. Doch, siehe oben, es geht noch schneller als schnell. Mit HSPA+ erreicht die mobile Datenübertragung geradezu eine neue Dimension. Damit sind Download-Geschwindigkeiten von 28 MBit pro Sekunde "normal" und Geschwindigkeiten bis zu fast 85 MBit pro Sekunde technisch machbar. Auch die Latenzzeiten bei der Übertragung verkürzen sich mit HSPA+ deutlich. Insgesamt ist dieser Standard damit schneller als ein DSL-Anschluss. Die Datenübertragung erfolgt über das gute alte UMTS-Netz. Dafür sind also keine nennenswerten neuen Investitionen nötig. Die fallen allerdings über kurz oder lang für die Endgeräte an. Wer blitzschnell mobil im Netz unterwegs sein will, braucht Handys und Notebooks, die mit diesem Tempo fertig werden können.