UMTS war gestern - HSPA ist jetzt. Die Abkürzung steht für High Speed Packet Access und bezeichnet eine beschleunigte UMTS-Verbindung im Internet zur mobilen Übertragung von Daten. HSPA setzt sich dabei aus zwei Komponenten zusammen, die technisch getrennt voneinander weiterentwickelt werden. Da ist zum einen HSUPA - abgekürzt für High Speed Uplink Packet Access - das, umgangssprachlich formuliert, für das Senden von Daten zuständig ist. Bislang hat diese Komponente noch keine herausragende Bedeutung für den durchschnittlichen Nutzer. Deshalb ist HSUPA auch noch nicht so schnell wie das zweite Datenübertragungsverfahren, zu dem wir jetzt kommen. Das ist HSDPA - High Speed Downlink Packet Access - und damit jene Komponente, die für das Empfangen von Daten zuständig ist. Seit es die Datenübertragung im mobilen Internet gibt, hat sie ständig an Bedeutung gewonnen. Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass Geschäftsreisende ohne Handy oder Notebook unterwegs sind. Ergebnisse von Geschäftsbesprechungen können auf diese Weise sofort an das Büro weitergeleitet werden. Andersherum werden blitzschnell Informationen eingeholt, falls sich bei einem Meeting plötzlich noch Fragen ergeben. Generell wird jedoch - zumindest nach gegenwärtigem Stand - die Sende- oder Downlink-Funktion im HSPA deutlich häufiger genutzt als die Empfangsfunktion. Wie schnell mit HSDPA tatsächlich Daten empfangen werden können, lässt sich nicht pauschal beantworten. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, muss von der Verfügbarkeit des Netzes des jeweiligen Mobilfunkanbieters bis hin zur Qualität des Endgerätes des Kunden einfach alles stimmen. Die Qualität des Endgerätes freilich kann der Kunde selbst bestimmen. HSDPA-taugliche Endgeräte sind in verschiedenen Kategorien erhältlich. Die Kategorien reichen von 6 - das ist die Schwächste - bis hin zu 14. In der Kategorie 6 kann etwa mit einer Geschwindigkeit von rund 3,5 MBit pro Sekunde gerechnet werden. Das gilt jedoch nur für die Leistungsfähigkeit des Endgerätes und setzt voraus, dass ein gutes Netz verfügbar ist. Bei einem Endgerät der Kategorie 8 kann - unter gleichen Voraussetzungen mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit gerechnet werden, die in etwa einem DSL 6000-Anschluss gleichzusetzen ist - also gut 7 MBit pro Sekunde. Von da ab wird es dann rasant: In der höchsten und bislang stärksten Kategorie 14 liegt die Leistung für die Datenübertragung bei knapp 14 MBit pro Sekunde. Nutzer sollten sich jedoch nichts vormachen lassen. Alle Angaben zu Geschwindigkeit sind Werte, die nur bei optimalen Voraussetzungen erreicht werden. Die Durchschnittswerte liegen immer darunter.