HSUPA

Was wären Plattformen wie "YouTube" wohl ohne HSUPA? Auf jeden Fall wären sie weniger spontan und hätten nur einen Bruchteil ihrer witzigen Amateurvideos im Angebot. HSUPA ist ebenso wie HSDPA Bestandteil von HSPA, das wiederum aus dem UMTS-Standard weiterentwickelt wurde. Beide Bausteine ähneln sich, doch während HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) für den schnellen Empfang von Daten im mobilen Internet zuständig ist, sorgt HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) für das blitzschnelle Versenden großer Datenmengen mit mobilen Endgeräten. Wer also unterwegs mit dem Handy eine kuriose Szene filmt, kann sie, falls er über HSUPA verfügt, in Sekunden versenden. Freilich, bei HSUPA geht es natürlich nicht nur um Spaß. Dieses Datenübertragungsverfahren, das erst etwa seit der Jahreswende 2007/2008 verfügbar ist, erleichtert all jenen das Arbeitsleben, die regelmäßig große Datenmengen von unterwegs zu versenden haben. Die Dateien werden einfach als Anhang einer E-Mail versendet. So lassen sich zum Beispiel die Daten einer Powerpoint-Präsentation mit der stattlichen Größe von zehn MB in etwas weniger als einer Minute übertragen. Die HSUPA-Anbieter flirten öffentlich nicht selten mit Geschwindigkeiten, die in der Realität lediglich unter optimalen Voraussetzungen erreicht werden können. In aller Regel wird der Kunde diese ideale Welt aber nicht vorfinden. Das mag daran liegen, dass sein Endgerät nicht das hochwertigste ist oder die Ursache besteht in der Netzverfügbarkeit des Mobilfunkanbieters. Ein möglicher Grund könnte jedoch auch sein, dass der Kunde gerade zu Nutzungsspitzen mobil im Netz unterwegs ist. Weitaus aussagekräftiger sind deshalb die Durchschnittsgeschwindigkeiten, die bei der Datenübertragung mit HSUPA erreicht werden. Sie liegt immerhin bei beeindruckenden knapp 1,5 MBit pro Sekunde. HSUPA ist dabei erst am Anfang seiner Entwicklung; es ist also für die Zukunft noch einiges zu erwarten. Obwohl schon jetzt eine vergleichsweise blitzschnelle Datenübertragung erfolgt, halten sich die Kosten in Grenzen. Das liegt daran, dass kein eigenes Netz für diese Standards mehr aufgebaut werden muss. Für HSDPA und HSUPA wird das bestehende UMTS-Netz genutzt. Dieses Netz wird - vereinfacht ausgedrückt - nun besser ausgelastet als in der Vergangenheit. Die hohen Kosten, die bei der Einführung des UMTS-Standards verkraftet werden mussten, entfallen jetzt. Dadurch sind attraktive Flatrates möglich.