Mobilkom Austria war das erste österreichische Mobilfunkunternehmen, das HSPA+ kommerziell angeboten hat. Der Startschuss dazu fiel am 23. März 2009, damals allerdings war das Speed-Update noch ganz beschränkt auf den zehnten Gemeindebezirk in Wien. Die maximale Geschwindigkeit für die mobile Datenübertragung lag seinerzeit bei 21 MBit pro Sekunde. Inzwischen hat Mobilkom Austria diverse weitere Datenverkehrs-"Hotspots" in Österreich mit dem neuen superschnellen Standard aufgerüstet und die maximale Geschwindigkeit auf 28,8 MBit pro Sekunde erhöht. Damit bietet HSPA+ Mobilkom Austria eine schnellere Datenübertragung, als es ein DSL-Anschluss könnte. HSPA ist die Abkürzung für High Speed Packet Access, einer Weiterentwicklung des UMTS-Standards. Mit HSPA können auch große Datenmengen im mobilen Internet superschnell sowohl empfangen als auch gesendet werden. Eine weitere Steigerung der Geschwindigkeit wird durch das "Plus" angezeigt. HSPA+ ist die bislang schnellste kommerzielle Möglichkeit im mobilen Internet für den Datenverkehr. Die Daten werden dabei durch zwei leicht unterschiedliche Verfahren empfangen und gesendet. HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) ist die Variante, die verkürzt dargestellt für das Empfangen von Daten zuständig ist. Das Senden wird über HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) geregelt. Da es bislang generell noch so ist, dass die Kunden eher den Empfang großer Datenmengen nachfragen, als den Versand, werden die beiden Varianten getrennt voneinander weiterentwickelt. Gegenwärtig hat dabei HSDPA von der Geschwindigkeit her die Nase vorn. Unter optimalen Voraussetzungen erreicht es eine Spitzengeschwindigkeit von 28,8 MBit pro Sekunde. Die Spitzengeschwindigkeit für HSUPA liegt dagegen bei "nur" knapp sechs MBit pro Sekunde. Auch das bedeutet allerdings, dass eine zehn MB große Powerpoint-Präsentation in weniger als einer Minute komplett verschickt ist. Kunden profitieren bei dem neuen Standard nicht nur von der Schnelligkeit der Datenübertragung. Die ist übrigens im Durchschnitt längst nicht so hoch wie die maximal mögliche Geschwindigkeit - aber immer noch auch in Spitzenzeiten für alle Nutzer wesentlich schneller als alles, was es jemals zuvor an Service gegeben hat. Positiv ist zudem, dass für HSPA+ das UMTS-Netz genutzt werden kann. So bleiben die Kosten für die Nutzung relativ gering und es werden attraktive Flatrates angeboten. Allerdings muss der Kunde seine Hardware überprüfen. Bei Mobilkom Austria etwa müssen die Kunden das Modem austauschen, wenn sie das schnellere Netz nutzen möchten.