2009 stand für Orange Österreich ganz im Zeichen der Verbesserung der Übertragungsgeschwindigkeiten von Daten im mobilen Internet. Der Mobilfunkanbieter setzte dabei vor allem auf den Ausbau seines HSPA-Netzes und machte es sich zur Aufgabe, alle Gemeinden, die mindestens 2.000 Einwohner haben, mit diesem Standard auszurüsten. HSPA ist die Abkürzung für High Speed Packet Access und de facto eine Weiterentwicklung des UMTS-Netzes. Das UMTS-Netz wird für die neue Möglichkeit, Daten im mobilen Internet im High-Speed-Tempo zu übertragen, genutzt und HSPA kann deshalb vergleichsweise günstig angeboten werden. Die Übertragungstechnik teilt sich in zwei ähnliche, aber nicht identische Varianten auf. Die bislang etwas wichtigere, weil von den Kunden stärker nachgefragte Variante, ist HPDPA, was für High Speed Downlink Packet Access steht. Mit ihr wird der Empfang großer Datenmengen auf das Handy oder das Notebook blitzschnell realisiert. Für die umgekehrte Richtung, also das Senden großer Datenmengen, ist HSUPA zuständig, was für High Speed Uplink Packet Access steht. Noch hat das Senden größerer Datenumfänge nicht die Wichtigkeit der Download-Aktivitäten erreicht. Deshalb ist diese Variante von den beiden HSPA-Komponenten immer noch die langsamere. Dennoch, im Vergleich zur ersten UMTS-Generation hat sich unheimlich viel getan. So kann man theoretisch heute per Handy eine 10 MB große Powerpoint-Präsentation in weniger als einer Minute versenden. Auch das Versenden von Handy-Videos hat sich deutlich verbessert. Hier spielt nicht so sehr die Zeit eine Rolle, als vielmehr die Übertragungssicherheit. Mit HSPA ist die Zahl der zusammengebrochenen Verbindungen signifikant zurückgegangen und die Videos neigen deutlich weniger zum Verwackeln. HSPA+ setzt nun auf all diese Errungenschaften noch einen drauf und schickt Daten noch einmal sehr viel schneller durch das Netz. Ob es allerdings in naher Zukunft ein HSPA+ Orange geben wird, steht in den Sternen. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise mit der nachgefolgten Rezession hat die Entscheider bei Orange Österreich ins Grübeln gebracht. Da ein Speed-Update im Netz auch einen Austausch der Hardware bedingt, gibt man sich in der Chefetage unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eher skeptisch. Hintergrund ist, dass für HSPA+ mindestens die Modems ausgetauscht werden müssen und man abwarten will, ob es dafür überhaupt Nachfrage von den Kunden gibt.